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Montag, 7. Februar 2011

Tipps zum Üben (2)

Nach drei bis vier Monaten entscheidet sich in der Regel, ob ein Anfänger weitermacht oder abbricht.
Und das Abbrechen ist nicht schlimm! Man sollte sich schon die Zeit nehmen, um eine Sache auszuprobieren. Zumindest ist man klüger und hat für sich die Sache geklärt, ob dieses Instrument oder Musik überhaupt etwas für einen ist, dem man sich längerfristig widmen will. Möglicherweise bahnt sich diese Entscheidung auch erst später an oder auch früher, aber auf jeden Fall sollte man sie anstreben und sich keinesfalls zu irgendetwas zwingen. Unter Selbstzwang wird das Üben zur Qual und trägt überhaupt keine Früchte. Jeder sollte mit seiner begrenzten Zeit sorgfältig umgehen.
Tipps zur Methodik
-Regelmäßigkeit ist wichtig, d.h. täglich üben ist besser als zweimal die Woche eine Marathonsitzung.
-Man sollte möglichst immer zur gleichen Tageszeit üben. Man muss sich unbedingt eine solche Zeitnische schaffen und diese gegenüber der Umwelt (Familie, Freunde, Mitbewohner, Arbeitgeber) verbindlich vertreten und diese Zeitnische nicht zur Disposition stellen lassen. Alles wichtige vorher erledigen oder danach.
-Ruhig einen Tag in der Woche pausieren. So hat das Gelernte Gelegenheit, sich zu „setzen“. Genau das Gleiche passiert in der Nacht, wenn wir schlafen.
-Pro Tag 20-30 Minuten reichen fürs Erste. Will man täglich eine Stunde üben, sollte man diese in 2x30 Minuten oder sogar 3 x 20 Minuten über den Tag verteilen.
-Schwierige Passagen, die einfach nicht „in die Finger“wollen, pro Übesitzung mehrmals 3-5 Mal sehr langsam spielen. Dieses an den darauffolgenden Tagen wiederholen, die Geschwindigkeit dabei nur langsam steigern.





Cheers 
Herbert Bartmann