Auf Twitter folgen

Samstag, 5. Februar 2011

Tipps zum Üben (1)


Ein Musikinstrument spielen und erlernen heißt, sich mit vier Teilaspekten zu beschäftigen:


-ausgeglichen Blasen und Drücken, um einen gleichmäßigen Spieldruck und Ton zu gewährleisten

-mit den Fingern den für jeden Ton entsprechenden Griff ausführen

-mit den Augen die Noten oder Grifftabelle verfolgen

-mit den Ohren sich selbst kritisch zuhören

Je nach Wissensstand und vorhandenener bzw. nicht vorhandener musikalischer Vorbildung kann es nötig sein, sich darüberhinaus näher mit Musiklehre zu beschäftigen (Notenschrift und Musiktheorie) und intensiv und bewusst Musik zu hören von Gruppen und Einzelinterpreten, die das Instrument bereits beherrschen.

Und die Beschäftigung damit muß einem Spaß bringen!


-man sollte Freude daran haben, sich Schwierigkeiten zu stellen und diese zu meistern

-man sollte viel Geduld haben, und wissen, daß sich ein hörbarer Erfolg erst allmählich einstellt

-man sollte täglich sein Instrument in die Hand nehmen KÖNNEN (ist Zeit da?) und WOLLEN (dann ist meistens auch die Zeit da, bzw. man nimmt sie sich ganz einfach...)

-mit der Zeit soll das Üben keine Mühe und Last mehr sein sondern eine Luxuszeit, die man mit sich selbst verbringt und in der man alles alltägliche abstreifen kann.

Hat man über einen längeren Zeitraum das Gefühl, daß das Üben mehr eine Last als Freude ist, dann ist zu prüfen

-ob man richtig übt (Methodik)
-ob die Motivation noch da ist oder dabei ist, zu verfliegen
-ob einschneidende Lebensumstände eingetreten sind, die das Üben-zumindest vorübergehend-unmöglich machen
-ob man übermäßig viel übt
-ob die Übeziele realistisch sind: ein Endvierziger, der noch Meistervirtuose werden will, sollte seine Ziele überdenken.
-ob man bisher fast ausschließlich alleine versucht hat, ein Instrument zu erlernen. Die Gefahr ist groß, sich falsches anzugewöhnen und ab einem Punkt nicht mehr weiterzukommen.

(Fortsetzung folgt)



Cheers 
Herbert Bartmann