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Dienstag, 2. August 2011

College of Piping Tutor 1 jetzt auch digital

Die Piping Times meldet, daß es den College of Piping Tutor 1 jetzt auch digital gibt und bietet ein interessantes Bundle aus "physischem Buch" und eben der digitalen Version zu einem günstigen Preis an.
Ob das auch für die deutsche Übersetzung gilt, geht aus der Meldung nicht hervor. Weitere Infos unter
http://www.college-of-piping.co.uk




Cheers 
Herbert Bartmann 

Freitag, 25. Februar 2011

Stimmen der Highland bagpipe: Übung 2



1. Wir schalten die mittlere Tenor Drone stumm, in dem wir sie verkorken. Wir nehmen den Pipe Chanter aus dem Stutzen und verkorken diesen ebenfalls.
2. Wir erklären die äußere Tenor Drone als Referenz und stimmen dazu die Bass Drone.

3. Sollten sie sehr weit auseinander liegen, drehen wir den Tuning Slide (den unteren verschiebbaren Teil der Bass Drone) eine weite Strecke in die eine oder andere Richtung.

4. Wenn die eine oder andere Richtung eine Vebesserung des Klangs bewirkt hat, schieben wir den Tuning Slide langsam in kleinen Schritten.

5. Der Zusammenklang nicht gestimmter Drones ist unruhig, das geübte Ohr hört einen durchgängigen Puls, der zwischen Bass Drone und Tenor Drone weniger stark hervortritt als zwischen zwei Tenor Drones. 
Dessen Schläge folgen 
-um so schneller aufeinander folgen, je stärker die Verstimmung der Tenor Drones zueinander ist. (do-do-do-do-do-do) und
-um so langsamer, je mehr die Verstimmung der Tenor Drones zueinander abnimmt.




Cheers 
Herbert Bartmann 

Mittwoch, 9. Februar 2011

Stimmen der Highland bagpipe: Übung 1

Stimmen der Highland bagpipe
Übung 1 Stimmen der beiden Tenor Drones


1. Wir schalten die Bass Drone stumm, in dem wir sie verkorken. Wir nehmen den Pipe Chanter aus dem Stutzen und verkorken diesen ebenfalls.


2. Wir erklären die äußere Tenor Drone als Referenz und stimmen dazu die mittlere Tenor Drone.


3. Sollten sie sehr weit auseinander liegen, drehen wir den Tuning Slide (den oberen verschiebbaren Teil der Tenor Drone) eine weite Strecke in die eine oder andere Richtung.


4. Wenn die eine oder andere Richtung eine Vebesserung des Klangs bewirkt hat, schieben wir den Tuning Slide langsam in kleinen Schritten.


5. Der Zusammenklang nicht gestimmter Tenor Drones ist unruhig, das geübte Ohr hört einen durchgängigen Puls.
Dessen Schläge folgen
-um so schneller aufeinander folgen, je stärker die Verstimmung der Tenor Drones zueinander ist. (do-do-do-do-do-do) und
-um so langsamer, je mehr die Verstimmung der Tenor Drones zueinander abnimmt.



Cheers 
Herbert Bartmann 

Montag, 7. Februar 2011

Tipps zum Üben (2)

Nach drei bis vier Monaten entscheidet sich in der Regel, ob ein Anfänger weitermacht oder abbricht.
Und das Abbrechen ist nicht schlimm! Man sollte sich schon die Zeit nehmen, um eine Sache auszuprobieren. Zumindest ist man klüger und hat für sich die Sache geklärt, ob dieses Instrument oder Musik überhaupt etwas für einen ist, dem man sich längerfristig widmen will. Möglicherweise bahnt sich diese Entscheidung auch erst später an oder auch früher, aber auf jeden Fall sollte man sie anstreben und sich keinesfalls zu irgendetwas zwingen. Unter Selbstzwang wird das Üben zur Qual und trägt überhaupt keine Früchte. Jeder sollte mit seiner begrenzten Zeit sorgfältig umgehen.
Tipps zur Methodik
-Regelmäßigkeit ist wichtig, d.h. täglich üben ist besser als zweimal die Woche eine Marathonsitzung.
-Man sollte möglichst immer zur gleichen Tageszeit üben. Man muss sich unbedingt eine solche Zeitnische schaffen und diese gegenüber der Umwelt (Familie, Freunde, Mitbewohner, Arbeitgeber) verbindlich vertreten und diese Zeitnische nicht zur Disposition stellen lassen. Alles wichtige vorher erledigen oder danach.
-Ruhig einen Tag in der Woche pausieren. So hat das Gelernte Gelegenheit, sich zu „setzen“. Genau das Gleiche passiert in der Nacht, wenn wir schlafen.
-Pro Tag 20-30 Minuten reichen fürs Erste. Will man täglich eine Stunde üben, sollte man diese in 2x30 Minuten oder sogar 3 x 20 Minuten über den Tag verteilen.
-Schwierige Passagen, die einfach nicht „in die Finger“wollen, pro Übesitzung mehrmals 3-5 Mal sehr langsam spielen. Dieses an den darauffolgenden Tagen wiederholen, die Geschwindigkeit dabei nur langsam steigern.





Cheers 
Herbert Bartmann 

Samstag, 5. Februar 2011

Tipps zum Üben (1)


Ein Musikinstrument spielen und erlernen heißt, sich mit vier Teilaspekten zu beschäftigen:


-ausgeglichen Blasen und Drücken, um einen gleichmäßigen Spieldruck und Ton zu gewährleisten

-mit den Fingern den für jeden Ton entsprechenden Griff ausführen

-mit den Augen die Noten oder Grifftabelle verfolgen

-mit den Ohren sich selbst kritisch zuhören

Je nach Wissensstand und vorhandenener bzw. nicht vorhandener musikalischer Vorbildung kann es nötig sein, sich darüberhinaus näher mit Musiklehre zu beschäftigen (Notenschrift und Musiktheorie) und intensiv und bewusst Musik zu hören von Gruppen und Einzelinterpreten, die das Instrument bereits beherrschen.

Und die Beschäftigung damit muß einem Spaß bringen!


-man sollte Freude daran haben, sich Schwierigkeiten zu stellen und diese zu meistern

-man sollte viel Geduld haben, und wissen, daß sich ein hörbarer Erfolg erst allmählich einstellt

-man sollte täglich sein Instrument in die Hand nehmen KÖNNEN (ist Zeit da?) und WOLLEN (dann ist meistens auch die Zeit da, bzw. man nimmt sie sich ganz einfach...)

-mit der Zeit soll das Üben keine Mühe und Last mehr sein sondern eine Luxuszeit, die man mit sich selbst verbringt und in der man alles alltägliche abstreifen kann.

Hat man über einen längeren Zeitraum das Gefühl, daß das Üben mehr eine Last als Freude ist, dann ist zu prüfen

-ob man richtig übt (Methodik)
-ob die Motivation noch da ist oder dabei ist, zu verfliegen
-ob einschneidende Lebensumstände eingetreten sind, die das Üben-zumindest vorübergehend-unmöglich machen
-ob man übermäßig viel übt
-ob die Übeziele realistisch sind: ein Endvierziger, der noch Meistervirtuose werden will, sollte seine Ziele überdenken.
-ob man bisher fast ausschließlich alleine versucht hat, ein Instrument zu erlernen. Die Gefahr ist groß, sich falsches anzugewöhnen und ab einem Punkt nicht mehr weiterzukommen.

(Fortsetzung folgt)



Cheers 
Herbert Bartmann 

Freitag, 4. Februar 2011

Welcher Dudelsack? (2)

Fortsetzung von Welcher Dudelsack? (1)

Bin ich mehr Individualist oder mehr ein Gruppenmensch? 

Das heißt, reicht es mir völlig, wenn ich alleine für mich musizieren kann oder möchte ich öfters einmal in einer Gruppe musizieren?

Brauche ich den Kontakt zu Gleichgesinnten?

Wieviel Zeit kann in regelmäßiges Üben investieren?

Kann ich mich im Laufe des nächsten Jahres regelmäßig dem Erlernen meines Instruments widmen?

(zum Thema "Üben" später mehr...)

Wo bekomme ich Unterricht?
Zu versuchen, alleine zu lernen, ist auf die Dauer nicht von Erfolg gekrönt. Auch das Surfen im Internet oder das Lesen von Büchern ersetzt langfristig nicht eine praktische Anleitung.

Darum:
-gibt es in meinem Umkreis einen Lehrer/in, bei dem ich Unterricht nehmen kann?

-oder bin ich bereit, hin und wieder einen u.U. weiter entfernt stattfindenden Kurs zu besuchen, z.B. einen Wochenendkurs oder eine Sommerschule?

Cheers
Herbert


Bin ich mehr Individualist oder mehr ein Gruppenmensch? 



Das heißt, reicht es mir völlig, wenn ich alleine für mich musizieren kann oder möchte ich öfters einmal in einer Gruppe musizieren?



Brauche ich den Kontakt zu Gleichgesinnten?



Wieviel Zeit kann in regelmäßiges Üben investieren?



Kann ich mich im Laufe des nächsten Jahres regelmäßig dem Erlernen meines Instruments widmen?



(zum Thema "Üben" später mehr...)



Wo bekomme ich Unterricht?

Zu versuchen, alleine zu lernen, ist auf die Dauer nicht von Erfolg gekrönt. Auch das Surfen im Internet oder das Lesen von Büchern ersetzt langfristig nicht eine praktische Anleitung.



Darum:

-gibt es in meinem Umkreis einen Lehrer/in, bei dem ich Unterricht nehmen kann?



-oder bin ich bereit, hin und wieder einen u.U. weiter entfernt stattfindenden Kurs zu besuchen, z.B. einen Wochenendkurs oder eine Sommerschule?




Cheers 
Herbert Bartmann 

Zwerchfellatmung vs. Brustatmung

Übung
Wie atme ich? Per Zwerchfellatmung oder Brustatmung?
Anzustreben ist die Zwerchfellatmung.
Das Zwerchfell ist ein kräftiger Muskel „über“ unserem Bauch. Bei der Zwerchfellatmung setzen wir diesen Muskel (meist unbewußt) ein, um die Atmung zu unterstützen. Die Atmung wird dadurch tiefer und wir können per Atemzug eine größere Menge Luft einatmen und beim Ausatmen unsere Lunge gründlicher entleeren. Diese Atmung ist beim Spielen eines Blasinstrumentes, beim Singen und auch sonst im Alltag der Brustatmung vorzuziehen.
Die Brustatmung setzt natürlicherweise dann ein, wenn wir innerhalb kürzester Zeit ein Höchstmaß an Energie erzeugen müssen, zumbeispiel bei einer Bedrohung, der wir nur durch Flucht entgehen können. Diese Energie steht uns aber nur kurzzeitig zur Verfügung. Würden wir ständig Brustatmung praktizieren, d.h. eine flache (d.h. nicht tiefgehende) Atmung mit hoher Frequenz (schnelle Atemzüge), würde uns sehr bald schwindelig werden.

Es gibt einen einfachen Test bzw. eine Übung, sich die Zwerchfellatmung bewußt zu machen:

1. Legens Sie sich in Rückenlage flach auf den Boden
2. Legen Sie einen dicken Brockhaus oder einen ähnlich umfangreichen Wälzer auf Ihren Bauch.
3. Wenn Sie Zwerchfellatmung praktizieren, sollte sich das Buch
-beim Einatmen deutlich heben
-beim Ausatmen deutlich senken.

Falls sich da nicht viel tut, sollten Sie versuchen, den Muskel beim Ein- und ausatmen bewusst einzusetzen. Durch das Hebn und Senken des Buches haben Sie jetzt eine optische Kontrolle über die Aktivität Ihres Zwerchfells.


Cheers 
Herbert Bartmann 



Der Sound des Practice Chanters...

... erinnert sehr an eine Cornamuse (nicht zu verwechseln mit "cornenuse", dem französicshen Namen für Dudelsack). Die Cornamuse ist ein dem Krummhorn verwandtes Doppelrohrblattinstrument aus der Renaissance.
Hier ein Klangbeispiel:





Cheers 
Herbert Bartmann 

Welcher Dudelsack? (1)

Hier ein paar grundsätzliche Gedanken zum Thema, die Sie sich besonders dann machen sollten, wenn Sie am Anfang stehen und es darum geht, welches Instrument überhaupt in Frage kommt.

Welche Art von Musik interessiert mich?
Alte Musik von Renaissance und Frühbarock u.a. und einfache Literatur für Sopranblockflöte läßt sich auf Hümmelchen spielen.
Französische und Deutsche Tanzmusik auf einem etwas lauteren Dudelsack läßt sich auf der Schäferpfeife spielen.
Irische und schottische Folkmusik läßt sich auf den Uilleannpipe (Irischer Dudelsack) und eingeschränkt auf der Scottish Smallpipe in D spielen.
Schottische Dudelsackmusik lässt sich auf dem schottischen Hochlanddudelsack spielen.
Dudelsackmusik, wie sie heutzutage auf den sogenannten „Mittelaltermärkten“ zu hören ist, läßt sich z.B. auf der Schäferpfeife oder der sogenannten „Mittelalter Marktpfeife“spielen.

Wie laut darf bzw. soll das Instrument sein?
Bei der Wahl des Instruments sollten Sie auch auf die Lautstärke achten.
Wie wohnen Sie? Können Sie dort üben, ohne die Nachbarn zu stören?
Wenn Sie mit anderen in der Gruppe musizieren wollen: wie laut dürfte das Instrument sein?

Am leisesten ist das Hümmelchen, lauter die Scottish Smallpipe und die Uilleannpipe, mittellaut ist die Schäferpfeife und sehr laut die Highland bagpipe und die Mittelalter Marktpfeife.

Später mehr in "Welcher Dudelsack? (2)"

Cheers
Herbert

Dienstag, 1. Februar 2011

Practice Chanter Details

Der Practice Chanter (practice=Übung, to chant=singen; darauf, daß das Singen in der schottischen Dudelsacktradition eine gewichtige Rolle spielt, gehe ich später ein) begleitet nicht nur den Anfänger in den ersten 12 Monaten, sondern auch den fortgeschrittenen bis hin zum "gereiften" Piper. Sollten Sie später das Anfängerstadium verlassen haben, werden Sie neue Stücke in den meisetn Fällen immer erst auf dieser "Übungsspielpfeife" durchgehen.
Auch der "PC" hat ein Doppelrohrblatt, wie der Pipe Chanter (die Spielpfeife im Dudelsack). Im Gegensatz zu diesem ist es aber aus Plastik und braucht erheblich weniger Luft, auch wenn Ihnen das als Anfänger zunächst gar nicht so vorkommt. Außerdem ist der Practice Chanter von innen zylindrisch gebohrt, d.h. die Bohrung hat immer den gleichen Durchmesser. Der Pipe Chanter dagegen ist konisch gebohrt, d.h. sie verjüngt sich nach oben. Das hat einen ganz entscheidenen Einfluß auf den Klang, die Lautstärke und die Griffweise. Auch dazu an anderer Stelle mehr.
Für uns ist zunächst nur folgendes von Interesse:


• Qualität
Er muß von guter Herstellungs- und Materialqualität sein. Auf "Pakistani-PCs" (meistens aus dem hellen rosewood, manchmal auch schwarz angemalt, um den Eindruck von hochwertigem Edelholz zu erwecken...) trifft das definitiv nicht zu. Halten Sie sich an schottische Pipemaker.


• Intonation
Er muß gut intoniert sein, heißt auf Deutsch: er darf nicht "schief" klingen. Das hört nicht jeder auf Anhieb. Heutzutage kann man davon ausgehen, daß fast alle Practice Chanter, die von einem schottischen oder andere Pipemaker (in Deutschland gibt es ja mittlerweile auch schon einige) kommen, gut intoniert sind. Wenn nicht, dann wär was los!


• Holz oder Plastik?
Ist egal, was Intonation und Klang angeht. Für den Anfang und auch für später reicht ein preiswerter Plastik-PC (Polypenco genannt) vollkommen aus. Ich selber habe einen fantastischen Lawrie PC aus Holz (die Fa. gibt's lange nicht mehr), übe aber auch häufig auf dem günstigsten Plastik Modell von McCallum für ca. EUR 40,00 oder so. Manche Leute meinen, Holz fühle sich wärmer an. Na ja, ein Plastik Chanter wird auch warm, wenn man nur lange genug übt. ;-)


• "Standard size" oder "Long"?
Ich will es so ausdrücken: Sie machen nichts falsch, wenn Sie einen "Long" kaufen. Man sagt, es fiele einem dann später leichter, auf den im Vergleich zum Standard size PC etwas größeren Pipe Chanter umzusteigen. Von mir selber weiß ich - und der tägliche Umgang mit meinen Schüler zeigt das ebenfalls - daß beim Umstieg auf die GHB (Great Highland bagpipe) ganz andere Probleme als der größere Pipe Chanter im Vordergrund stehen. Also: Long ist nicht falsch, aber ein Standard size tut's
ganz und gar!


Bis demnächst - dann mehr zum Thema "Bagpipe lernen" !



Cheers 
Herbert Bartmann 

Montag, 31. Januar 2011

Schottland Reisen und Dudelsackmusik...

Während eines Urlaubs in Schottland läßt sich natürlich am besten die Lebendigkeit der schottischen Dudelsacktradition nachvollziehen. Im Ausland als bloße Klischees wahrgenommen, entpuppen sich vor Ort der Whisky, die Glens und Bens, der Kilt ("Schottenrock") und der Dudelsack als authentische Facetten eines traditionsbewußten Landes.
Damit es in den Ferien nicht bei der Begegnung mit einem vom Scottish Tourist Board engagierten Dudelsackspieler vor pittoresker Kulisse bleibt, ist es ratsam, sich vor der Reise nach Schottland schon mal zu informieren, was in der dortigen Dudelsackszene in der kommenden Saison so passieren wird.
Veranstaltungen mit Dudelsackmusik gibt es das ganze Jahr. Im Sommer (so ca. Mai bis August) kann man zahlreiche Highland Games besuchen, auf denen meist auch Piping Competions (Dudelsackwettbewerbe) stattfinden - Solo Piping und/oder auch Band Piping. Große Solo Piping Events sind das Argyllshire Gathering in Oban und das Northern Meeting in Inverness. Solopiping der Spitzenklasse! Als Abschluß der Competition Season wird die Glenfiddich Championship in Blair Atholl angesehen. Gesponsort von der gleichnamigen Whisky Distillery werden dort die Top-Ten-Piper der Saison eingeladen. Im Herbst findet dann noch das mittlerweise etwas angestaubte und - für meinen Geschmack - zu militärisch-martialische Military Tatto in Edinburgh statt. Moderner und auf jeden Fall spannender ist das jährliche Piping Live Festival in Glasgow, welches immer im Rahmen der World Pipe Band Championships stattfindet. Dort können sich Tradition und Moderne wunderbar ergänzen.
Wer nähere Infos zu den einzelnen Events haben möchte, sollte sich mit dem College of Piping oder dem National Piping Centre, beide in Glasgow, in Verbindung setzen.



Cheers 
Herbert Bartmann 

Warum Practice Chanter?

Was ist ein Practice Chanter und warum erst monatelang ausschließlich auf dieser Übungsspielpfeife spielen?
Nun, das ist eine Besonderheit beim schottischen Hochlanddudelsack. Dudelsack lernen heißt dort zunächst, die spezielle Fingertechnik zu erlernen und ausführen zu können. Würden Sie das gleich auf dem "richtigen" Dudelsack (also mit Bordunpfeifen, Sack und allem drum und dran) probieren wollen, wäre das so, als hätten Sie in der ersten Fahrstunde gleich einen LKW mit Anhänger rückwärts einparken müßen... Man wäre also total überfordert, alle Bewegungsabläufe gleichzeitig zu bewältigen: eben die besagte Fingertechnik beherrschen (zum Spielen der Melodien notwendig), den Luftdruck gleichmäßig halten (Pusten und Drücken) und vorher die Bordune zu stimmen (das sind die drei großen, auf der Schulter ruhenden Pfeifen, die den Dauerton - den "Bordun" - erzeugen). Und noch ein wichtiger Grund: Anfänger sind konditionell gar nicht in der Lage, gleich von Anfang gleichmäßig und kraftvoll in den Luftsack zu pusten. Das lernt man nach und nach beim Üben auf dem Practice Chanter, der auch schon einigermaßen Puste benötigt - so sagen jedenfalls die Anfänger.
Hat man da ein paar Monate drauf gespielt, ist die Kondition schon besser.


Und es hat noch was Gutes: Sie müssen nicht gleich am Anfang so. ca. EUR1500,00 für eine gute Highland bagpipe ausgeben. Es bleibt erstmal bei den überschaubaren Kosten für einen Practice Chanter, dem Lehrbuch und dem Unterricht.


Weiteres zum Thema "Sackpfeife lernen" demnächst! 



Cheers 
Herbert Bartmann 

Sonntag, 30. Januar 2011

Schottischen Dudelsack lernen...

...und was ein Anfänger dafür in den ersten zwölf Monate benötigt:


• Einen Lehrer


• Einen guten Practice Chanter (Übungsspielpfeife) von einem schottischen Hersteller. Aus Plastik (was völlig ausreichend ist) ab ca. EUR40,00 oder einen aus Holz (aus Grenadille zumbeispiel) für ca. EUR80,00 bis EUR100,00.


• 2-3 Ersatzrohrblätter (Reeds) aus Plastik, die auf diesen Practice Chanter abgestimmt sind.


• Eine Rolle gewachstes gelbes Hanfband (Waxed Yellow Hemp) zum gelegentlichen Erneuern der Wicklung.


• Ein Lehrbuch. Zumbeispiel die deutsche Übersetzung des College of Piping Tutor Band 1 („der Grüne“). Enthält eine Begleit-CD.


Was man in den ersten 12 Monaten NICHT braucht, ist ein schottischer Hochlanddudelsack. Dieser wird erst dann angeschafft, wenn die Fingertechnik auf dem Practice Chanter beherrscht wird!


Und jetzt noch ein Spartipp:
Kaufen Sie nicht voreilig Instrumente, die zu verdächtig niedrigen Preisen angeboten werden. (Das gilt übrigens auch für Practice Chanter). Denn billig im Preis ist auch billig in der Qualität... Optisch sind die Dudelsäcke aus Billiglohnländern wie Pakistan  meistens an der hellbraunen Holzfarbe und an dem roten Karomuster (häufig Royal Stewart) des bag cover (Stoffbezug des Ledersacks) zu erkennen.


Weiteres zum Thema "bagpipe lernen" demnächst!



Cheers 
Herbert Bartmann