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Samstag, 1. November 2014


Eine Spielpfeife mit schottischer Griffweise
für den kleinen Mittelalterdudelsack


Entwickelt von Christian Dreier und Herbert Bartmann


Ein Film von Herbert Bartmann und Sven Franzek
2014, Dauer 00:10:40


Link zum Film:
https://www.facebook.com/Dudelsackkurse/posts/655625781221088

Dieses Instrument könnte interessant sein für Highland Piper bzw.
Scottish Smallpiper, die sich einen "Mittelaltersound" wünschen,
ohne eine komplett neue Griffweise erlernen zu müssen.

Cheers

Herbert Bartmann

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Dienstag, 14. Januar 2014

Highland bagpipe Drone Reeds (IV)


(letzte Folge)


Synthetische Drone Reeds aussuchen
Um Zeit, Ärger und-auf lange Sicht gesehen-Geld zu sparen, versorgen wir uns mit Drone Reeds, die von Leuten hergestellt wurden, die in der „Szene“ einen Namen haben. Wir lassen die Finger von Instrumenten und Zubehör, deren Herkunft nicht zweifelsfrei festgestellt werden kann und die häufig einen so verdächtig niedrigen Preis haben, mit dem ein seriöser Hersteller qualitativ guter Produkte nicht überleben könnte. 

Synthetische Drone Reeds einspielen
Bevor man die Drone Reeds in seine Pipes einsetzt, lese man sorgfältig und gründlich die beiliegenden Informationen. Die Hersteller haben sich große Mühe gegeben, die Drone Reeds so einzustellen, daß sie möglichst wenig Grund zu Veränderungen an den verschiedenen Komponenten geben. Man beachte genau die Anweisungen in den beiliegenden Informationen und setze sie Schritt für Schritt um. Auch hier gilt: man achte darauf, bei neuen Drone Reeds parallel immer nur ein eingespieltes Chanter Reed zu verwenden. Wollte man gleichzeitig mit den neuen Drone Reeds ein neues Chanter Reed einspielen, würde der für das Chanter Reed erforderliche Spieldruck die neuen Drone Reeds wahrscheinlich zum verstummen bringen. Trotz synthetischer Materialien benötigen auch Synthetische Drone Reeds ein gewisse Zeit, bis sie sich gesetzt haben. Man gebe ihnen die Zeit und vermeide, die Bridleposition zu verändern oder gar die Zunge anzuheben.
Mittlerweile gibt es für fast alle anderen Komponenten am Synthetischen Drone Reed Einstellmöglichkeiten, die man zuerst ausprobiere bevor man Maßnahmen ergreift, deren Auswirkungen nur schwer wieder rückgängig zu machen sind. Vorsicht also beim Verschieben des Bridle oder bei Manipulationen an der Zunge selbst!

Optimal eingestellte Drones
Optimal eingestellte Tenor Drone: 
der verschiebbare, obere Teil der Tenor Drone soll gerade so weit nach oben geschoben werden, daß ein bis zwei Wicklungen des Hemp zu sehen sind. So schwingt möglichst viel „Hohlraum“ des oberen Teils der Tenor Drone mit, was einen schöneren Ton ergibt als wenn man den oberen Teil ganz weit nach unten schiebt. (der untere Teil der Tenor Drone würde so fast ganz im Oberteil verschwinden und es wäre kaum noch Hohlraum da).
Optimal eingestellte Bass Drone:
Für den oberen Teil gilt genau das gleiche wie für die Tenor Drone gesagt. Der unterste Teil der Bass Drone sollte so weit hinunter geschoben sein, daß Zeige- und Mittelfinger nebeneinander noch Platz in der Lücke haben.

Einspielzeit
Nicht vergessen: Neue Drone Reeds benötigen eine Einspielzeit, die über mehrere Tage und Wochen gehen kann. Das gilt auch für die synthetischen Dronereeds.





Cheers
Herbert BartmannDudelsackkurse.de • Lern-Gutscheine & Anfänger Sets • CD-Shop • Facebook
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Montag, 6. Januar 2014

Workshops 2014 für fortgeschrittene Highland Piper bzw. Smallpiper

Liebe Leute,

alles Gute für 2014!

Hinweisen möchte ich Euch auf meine diesjährigen Workshops für fortgeschrittene Highland Piper bzw. Smallpiper.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und für einige Kurse liegen schon Anmeldungen vor. Es empfiehlt sich also, nicht bis zum Anmeldeschluss zu warten, wenn man teilnehmen möchte.

Smallpipe (Mouth oder Bellows)
Ensemblespiel, Mehrstimmigkeit, Repertoire der Border Region u.a., 26.-27.04.14 in 26506 Norden/Ostfriesland, Anmeldeschluss: 31.03.14, http://www.dudelsackkurse.de/media/pdf/14-04-26-ssp-fs-we-nor.pdf

Highland Pipe Light Music
Stimmen (Tuning), Spielen in der Gruppe, Instrument optimieren, 14.-15.06.14 in 26506 Norden/Ostfriesland, Anmeldeschluss: 19.05.14,
http://www.dudelsackkurse.de/media/pdf/14-06-14-ghb-fs-we-nor.pdf

Highland Pipe Piobaireachd
Die Kunstmusik der Highland Bagpipe,
18.-19.10.14 in 26506 Norden/Ostfriesland, Anmeldeschluss: 22.09.14,
http://www.dudelsackkurse.de/media/pdf/14-10-18-ghb-piob-we-nor.pdf


Cheers
Herbert Bartmann
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Sonntag, 5. Januar 2014

Highland bagpipe Drone Reeds (III)


Natur Drone Reeds aussuchen
Man gehe mit seinen Pipes zum Reedmaker/-verkäufer und suche sich Drone Reeds aus, die möglichst die gewünschte Tonhöhe (abhängig von der aktuellen Reed-Chanter-Kombination) bei einer optimal eingestellten Drone ergeben. 

Man stecke das jeweilige Reed zunächst in den Mund, bis die Lippen auf Höhe des Bridles sind. Stoppt das Reed bei niedrigstem Druck oder gibt es gar keinen Ton von sich, 
-suche man weiter, bis sich ein entsprechendes Drone Reed findet, welches eine gute Resonanz hat, stabil klingt und einen angenehmen, leicht obertonreichen Klang hat. Es sollte nicht zu laut sein oder gar röhren.
-oder - bei fehlender Auswahl an Drone Reeds:
man legt den Daumen der einen Hand auf das Bridle und hebt mit den Fingern der anderen Hand vorsichtig die Zunge am Ende hoch. Möglicherweise muß auch die Position des Bridle verändert werden. Ziel sollte bei diesen Operationen sein, ein Drone Reed zu finden, welches eine gute Resonanz hat, stabil klingt und einen angenehmen, leicht obertonreichen Klang hat. Es sollte nicht zu laut sein oder gar röhren. Sollte absehbar sein, daß sich dieses Ziel mit den geschilderten Maßnahmen nicht erreichen lässt oder nur unter großem Aufwand, sollte man besser ein anderes Drone Reed ausprobieren.

Fester Sitz im "Reed Seat"
Eigentlich selbstverständlich, aber immer wieder sieht man Pipes mit locker und/oder schief sitzenden Drone Reeds im Reed Seat der Drones. Das führt zwangsläufig zu "troubles with the reed". Das Drone Reed muss fest und gerade in der Drone stecken. Empfehlenswert ist das schwarze Hemp für die Drone Reeds, da es etwas klebt und somit einen festeren Sitz gewährleistet.

Natur Drone Reeds einspielen
Natur Drone Reeds müssen sich wie ein Chanter Reed an den Spieldruck, die Feuchtigkeit und das Spielverhalten des Pipers „gewöhnen“. Im Verlauf der nächsten Wochen sollen sie möglichst häufig die sich wechselnden Zustände kennenlernen: Luftdruck/Schwingen, Feuchtigkeit, Trocknung. Man achte darauf, bei neuen Drone Reeds parallel immer nur ein eingespieltes Chanter Reed zu verwenden. Wollte man gleichzeitig mit den neuen Drone Reeds ein neues Chanter Reed einspielen, würde der für das Chanter Reed erforderliche Spieldruck die neuen Drone Reeds wahrscheinlich zum verstummen bringen. Hat man seine Natur Drone Reeds sorgfältig ausgesucht (s.o.), sollten nur kleinere Veränderungen am Drone Reed notwendig werden:
-bei stoppenden Drone Reeds die Zunge leicht anheben oder ein Haar unter die Zunge klemmen
-die Position des Reeds in der Drone durch Auftragen oder Abnehmen von Hemp verändern.

Cheers
Herbert Bartmann

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Sonntag, 7. Juli 2013

Highland bagpipe Drone Reeds (II)


Drone Reed Einstellungsmöglichkeiten

Hemp am Ende des Drone Reeds bestimmt die Position des Drone Reeds in der Drone. 
-Steckt man das Drone Reed weiter rein (weniger Hemp) wird die Stimmung der Drone höher
-Nimmt man das Drone Reed weiter raus (mehr Hemp) wird die Stimmung der Drone tiefer 

Länge der Zunge
-bei kürzerer Zunge (Bridle in Richtung Zungenöffnung verschieben) wird die Stimmung der Drone höher, der Klang weniger obertonreich, es wird leiser und das Reed verbraucht weniger Luft.
-bei längerer Zunge (Bridle in Richtung Drone verschieben) wird die Stimmung der Drone tiefer, der Klang obertonreicher, es wird lauter und das Reed verbraucht mehr Luft.

Im Vergleich zu Natur Drone Reeds bewirken bei synthetischen Drone Reeds kleinste Verschiebungen des Bridle große Veränderungen. Man gehe deshalb behutsam vor! 

Stärke der Zunge
Manchmal ist die Zunge von Natur Drone Reeds zu dick, was dann der Fall sein kann, wenn sich weder die Position des Bridles noch der Abstand von Zunge zum Reedkörper auf die Klangqualität, Lautstärke, Gängigkeit und Tonhöhe zufriedenstellend auswirkt. Durch Abschleifen mit feinem Sandpapier kann man die Zunge etwas dünner machen.

Stimmschraube
Am Ende des synthetischen Drone Reed befindet sich meistens eine verstellbare Schraube oder ein verschiebbarer Zapfen, der weiter in das Reed rein- oder rausgeschraubt/geschoben werden kann. Weiter drin wird die Stimmung der Drone höher, die Tonqualität weniger obertonreich und der Ton etwas rauher.
Weiter draußen wird die Stimmung der Drone tiefer, die Tonqualität obertonreicher und der Ton etwas milder.


Cheers
Herbert Bartmann
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Donnerstag, 20. Juni 2013

Highland bagpipe Drone Reeds (I)

Allgemeines
Im Gegensatz zu dem Chanter Reed (Doppelrohrblatt) handelt es sich bei den Drone Reeds um Einfachrohrblätter, die dem Prinzip nach auch in Klarinette und Saxophon vorkommen. Einfachrohrblätter klingen nicht so „scharf“ wie ein Chanter Reed, sie sind weniger obertonreich. Diese Eigenschaft wird unterstützt durch die zylindrische Bohrung der Drones. Trotz der heute fast unüberschaubaren Vielfalt von Drone Reeds gibt es ein paar Grundprinzipien der Handhabung und der Klanggestaltung, die für jedes Drone Reed gelten, sei es nun aus Arundo Donax hergestellt oder aus synthetischen Materialien.

Musikalische Funktion
Die Funktion der Dronereeds bzw. der Drones ist es, einen möglichst stabilen Bordun (Dauerton) zu erzeugen, der in Harmonie zu jedem einzelnen Ton des Chanters steht. Der Bordun soll auch im richtigen Lautstärkeverhältnis zum Chanter stehen (nicht zu laut und nicht zu leise) und bildet eine einfache „Begleitung“ für die auf dem Chanter gespielte Melodie. Diese Art des Musizierens, indem nämlich eine Melodie quasi entlang eines Borduntones gespielt wird, ist nicht europäischen Ursprungs, sondern stammt ursprünglich aus Asien und ist in Zentraleuropa ungefähr gegen Ende des 17. Jhr. ausgestorben. Nur an den Rändern Europas und natürlich in anderen Teilen der Welt außerhalb Europas ist Bordunmusik heute noch lebendig. Bordunmusik kann nicht nur von Dudelsäcken produziert werden, sondern auch von der Drehleier u.a. Instrumenten. In der Orgelmusik wird zeitweilig nur über einen Bordtunton gespielt, der dann „Orgelpunkt“ genannt wird. Bei indischer Sitarmusik sind Bordun und Melodie sogar auf zwei Instrumente und Musiker aufgeteilt: die Sitar übernimmt den Melodiepart, die Tambura die Borduntöne. In albanischen traditionellen Chören singt die eine Abteilung den Melodiepart während die andere einen Dauerton singt.

Klang
Bei der Highland bagpipe haben Bass- und Tenor Bordun jeweils einen bestimmten Klangcharakter, der innerhalb gewisser Grenzen (Bohrung der Drones, Material der Drone Reeds) durch Einstellungsarbeit am Drone Reed und an der Drone beeinflusst werden kann. Obwohl „von Natur aus“ nicht so obertonreich wie ein Chanter Reed, klingt das eine Drone Reed obertonreicher („schärfer“) als das andere. Das Klangideal bei Solopipern war und ist, daß die Drones eher etwas zurückhaltender und nicht so obertonreich klingen sollen. So hebt sich der Klang des Chanter besser von den Drones ab. Pipe Bands haben häufig einen etwas obertonreicheren Drone Sound, der die aus dem Zusammenspiel gleich gestimmter Instrumente resultierenden Schwebungen noch betont.



Cheers
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Dienstag, 28. Mai 2013

Highland bagpipe Chanter Reed (V)

Wenn das Chanter Reed zu hart ist...

... mit Daumen und Zeigefinger drücken
wir nehmen den Chanter aus dem Stutzen, lassen das Reed aber im Chanter und drücken mit Daumen und Zeigefinger leicht oberhalb der „Schulter“ des Reed (oberhalbs des ersten Drittels oberhalb der Metallhülse). Der Druck sollte nicht zu stark sein. Das bewirkt, das die Blätter vorübergehend etwas zusammengedrückt werden. Dadurch strömt weniger Luft durch die Blätter und sie sind folglich leichter zu spielen. Diese Methode kann man während der Einspielphase eines Blattes vorm Spielen anwenden.

... schaben
Meiner Erfahrung nach kann Schaben auf der Schulter das Reed leichter machen. Das Schaben nahe der Lippen kann die Töne der oberen Hand erhöhen und das Blatt ebenfalls leichter machen. In der Mitte des Reeds schabe ich nur zu den Rändern hin.

Das Reed sollte vor dem Schaben knochentrocken sein.
Man sollte sehr feines Schmirgelpapier nehmen.
Man sollte immer nur ein bisschen abschaben. und dann das Ergebnis in den Pipes ausprobieren.
Man sollte immer auf beiden Blättern ungefähr gleich viel wegschaben.
Nach jedem Schaben sollte man das Reed erstmal spielen und ihm Gelegenheit geben, sich zu „setzen“.

Einspielen

Dieser über Wochen dauernde Prozess sollte regelmässig für etwa 10-15 Minuten stattfinden. Am besten, man hat einen zweiten Chanter, in dem das einzuspielende Reed drin bleiben kann und bei Nichtgebrauch mit einer Reedkappe geschützt wird. So muß man nicht ständig altes und neues Reed bei seinem einzigen Chanter wechseln.
Ein nagelneues Reed sollte man kurz mit Wasser anfeuchten, aber nicht minutenlang in Wasser einweichen.



Cheers
Herbert Bartmann
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